Für die meisten Tennisvereine dreht sich das Sportjahr um die Medenrunde. Die Mannschaften spielen ihre Punktspiele, der Verein fiebert mit, und rundherum passiert erstaunlich wenig. Genau darin liegt die Chance.
Denn einen bundesweiten Tenniskalender gibt es nicht. Der DTB ist in 17 Landesverbände gegliedert, und jeder Landesverband hat seine eigene Wettspielordnung, seine eigenen Spielklassen und seine eigenen Termine. Wann bei dir die Sommerrunde endet, wann die Winterrunde beginnt und wann die Mannschaftsmeldung fällig ist, steht in den Bestimmungen deines Verbands, nicht in einem nationalen Plan.
Ein interner Wettbewerb ist deshalb mehr als ein nettes Extra. Er ist der einzige Teil deines Vereinsjahres, dessen Kalender du vollständig selbst bestimmst. Und er ist kein Ersatz für die Medenspiele, sondern die Ergänzung für alle, die zwischen den Runden weiterspielen wollen.
Was die Medenrunde regelt und was nicht
Der Landesverband übernimmt Spielplan, Spielklassen und Ergebnisverarbeitung. Es gibt eine Sommerrunde im Freien und eine Winterrunde in der Halle, beide mit Auf- und Abstieg. Die Pyramide reicht von Verbandsliga und Oberliga über die Landesliga bis hinunter zur Bezirks- und Kreisliga.
Was der Verband nicht übernimmt: alles, was zwischen den Punktspielen passiert. Die Mitglieder ohne Mannschaft, die Spieler, die nach dem Kurs den Anschluss suchen, und die Monate, in denen bei dir keine Runde läuft. Das bleibt beim Verein, und dort verschwindet es oft einfach.
Drei Gründe für einen eigenen Herbstwettbewerb
- Er hält Mitglieder in der ruhigen Phase aktiv. Wer jede Woche ein Match hat, trainiert weiter, bleibt im Rhythmus und verlängert seinen Beitrag, ohne lange darüber nachzudenken.
- Er öffnet die Tür für neue Spieler. Nicht jeder will direkt in eine Mannschaft. Ein interner Wettbewerb ist niedrigschwellig und ideal für alle, die gerade ihren Kurs beendet haben.
- Er kostet wenig Organisation. Eine laufende Leiter oder ein Boxsystem braucht keine Mannschaftsmeldung, keine Schiedsrichter und keine Auswärtsfahrten.
Medenrunde und interner Wettbewerb im Vergleich
| Aspekt | Medenrunde | Interner Wettbewerb |
|---|---|---|
| Anmeldung | Mannschaftsmeldung beim Landesverband, Monate im Voraus | Pro Spieler, offen und flexibel |
| Termine | Feste Spieltage nach dem Spielplan des Verbands | Die Spieler vereinbaren ihre Matches selbst |
| Spielklassen | Verbandsliga, Oberliga, Landesliga, Bezirksliga, Kreisliga mit Auf- und Abstieg | Offen oder nach dem Rating deines Vereins |
| Kalender | Pro Landesverband unterschiedlich, kein bundesweiter Plan | Du legst Start und Ende selbst fest |
Der größte Unterschied ist die Taktung. Die Medenrunde ist ein fester Termin, der interne Wettbewerb läuft durch, und die Spieler planen selbst. Das passt zum Alltag vieler erwachsener Mitglieder deutlich besser.
