Ein klassisches Padel-Turnier mit mehreren Spielstärken hat ein nerviges Problem: Es ist sozial tot. Stufe 9 spielt morgens und fährt danach heim. Stufe 7/8 taucht um 11 Uhr auf und trifft niemanden. Stufe 6 legt um 13 Uhr los, gerade als die Bar leerer wird. Jeder hat sein eigenes individuelles Turnier gehabt, und niemand hat einen gemeinsamen Tag erlebt.
Das sequenzielle Zeitblock-Format ist logistisch aufgeräumt, verpasst aber das Wichtigste: dieses Clubgefühl. Senna von Silva's Padel hat es letzte Woche in einer Nachricht auf den Punkt gebracht: "Bei sequenziell stehst du 4 Stunden herum. Bei parallel brauchst du 6 Plätze, die ich nicht habe. Ich will etwas dazwischen." Daraus ist das Festival-Format entstanden.
Die Idee in einem Satz
Das Festival-Format ist ein neuer Turniermodus für Events mit mehreren Spielstärken, bei dem sich die Sektionen auf gemeinsam genutzten Plätzen nach einer Rotation abwechseln. Jede Spielstärke bekommt eine 15-minütige Runde auf allen Plätzen, dann ist die nächste Spielstärke dran, und sobald die Rotation komplett ist, beginnt Zyklus 2.
Ein konkretes Beispiel
Angenommen, du hast ein Event am Sonntag, den 30. August, von 9 bis 14 Uhr, 4 Padel-Plätze, drei Spielstärken (9, 7/8 sowie 6 und darunter), jede mit 10 Paaren, aufgeteilt auf 2 Gruppen.
Der Festival-Spielplan sieht so aus:
- 09:00 – 09:15: Stufe 9 spielt Runde 1 auf allen 4 Plätzen
- 09:15 – 09:30: Stufe 7/8 spielt Runde 1, Stufe 9 macht Pause
- 09:30 – 09:45: Stufe 6 und darunter spielt Runde 1, die anderen ruhen sich aus
- 09:45 – 10:00: Zurück zu Stufe 9, jetzt Runde 2
- ...
Jeder Spieler hat alle 30 Minuten wieder etwas zu tun, mit 30 Minuten Pause zwischen den Runden. In dieser Pause schaut man den anderen Spielstärken zu, holt sich einen Drink und kommt mit Spielern aus einer anderen Spielstärke ins Gespräch.
